Berkan Kutlu über den Abschied von Galatasaray, Selçuk İnan und Kocaelispor
Berkan Kutlu, der bei Kocaelispor stark in die Saison gestartet ist, spricht über seinen Trainer Selçuk İnan und die Fans von Kocaelispor.
Berkan Kutlu, der im Trikot von Kocaelispor stark in die Saison gestartet ist, hat sich bemerkenswert offen über seine Karriere und seine Ziele geäußert. Der 28-jährige Mittelfeldspieler blickte auf die wichtigen Stationen seiner Laufbahn zurück – von den Meistertiteln bei Galatasaray über den Abschied dort und den geplatzten Wechsel zu Espanyol bis hin zu seiner Zeit bei Genoa – und sprach über seine Leistungen bei Kocaelispor, sein Verhältnis zu Trainer Selçuk İnan und seine Ziele.
Über das Wiedersehen mit Selçuk İnan sagte Kutlu: „Trainer Selçuk habe ich kennengelernt, als ich zu Galatasaray kam; damals war er Co-Trainer von Fatih Terim. Als Kind war er eines meiner Vorbilder: Er hatte eine unglaubliche Passqualität, eine herausragende Spielübersicht und einen wunderbaren Fuß. Auch an Toren war er sehr oft beteiligt. Wenn wir die besten Achter aufzählen, die es in der Türkei je gab, würde ich Selçuk İnan auf jeden Fall unter die ersten fünf setzen.
Bei Galatasaray hatten wir auch einen lustigen Moment. Wir übten mit Trainer Selçuk Pässe hinter die Abwehr. Er sagte zu mir: ‚Triff den Ball so, mach es so.‘ Ich versuchte es und spielte den Ball in die gewünschte Zone, aber er meinte, der Effet sei falsch. Dann nahm er selbst den Ball und machte es beim ersten Versuch perfekt. ‚Schau, so musst du das machen‘, sagte er. Während ich es fünf-, sechsmal probierte, gelang es ihm auf Anhieb – das hat mich unglaublich beeindruckt. Da hat man ganz klar gesehen, dass diese Qualität kein Zufall war, sondern dass Talent und harte Arbeit zusammenkamen.“
Der erfahrene Profi äußerte sich auch über die Fans von Kocaelispor und die Atmosphäre im Team: „Wir haben eine sehr große, sehr schöne und bunte Fangemeinde. Kocaelispor ist ein traditionsreicher Verein, der bis in die Amateurligen abgestürzt ist, sich dann Stufe für Stufe wieder nach oben gearbeitet und dem Niveau der Süper Lig erneut angenähert hat – und der trotz aller Schwierigkeiten nie aufgegeben hat. Wir haben Mitarbeiter, die schon seit den Jahren in den unteren Ligen im Verein arbeiten. Sie erzählen, dass das Stadion selbst damals voll war und die Unterstützung nie nachgelassen hat.
Deshalb überrascht mich diese Begeisterung nicht. Sie lassen uns weder zu Hause noch auswärts allein. Ich danke unseren Fans, denn es ist nicht leicht, zu den Spielen zu kommen und dafür Zeit und Mühe zu investieren. Wir versuchen, auf dem Platz unser Bestes zu geben, um ihr Vertrauen und ihre Unterstützung nicht zu enttäuschen.“