Jesus nimmt sieben Änderungen im ersten Portugal-Kader seit Ronaldos Rücktritt vor
Jorge Jesus hat seinen ersten Portugal-Kader seit Cristiano Ronaldos Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben, mit sieben Änderungen im Aufgebot für die Nations League.
Jorge Jesus hat seinen ersten Portugal-Kader seit Cristiano Ronaldos Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben, mit sieben Änderungen im Aufgebot für die Nations League.
Ronaldo hatte Anfang dieser Woche einen Schlussstrich unter seine glanzvolle Länderspielkarriere gezogen und tritt als Rekordtorschütze und Rekordspieler in der Geschichte der Männer-Nationalmannschaften ab.
Der 41-Jährige, der 2003 sein Debüt für Portugal gegeben hatte, erzielte 146 Tore in 234 Spielen und führte das Team zudem als Kapitän bei der Euro 2016 zum ersten großen Titel seiner Geschichte.
Außerdem stemmte er 2019 und 2025 zweimal die Nations-League-Trophäe in die Höhe, und nach Portugals Aus im Achtelfinale der diesjährigen Weltmeisterschaft rechneten viele damit, dass Ronaldo seine Schuhe an den Nagel hängen würde.
Stattdessen ließ er sich vom FPF (Portugiesischer Fußballverband) überzeugen, weiterzumachen, verließ das portugiesische Lager dann aber während der letzten Länderspielpause, nachdem er beim Sieg gegen Norwegen in der Nations League nur auf der Bank gesessen hatte.
In der Folge wurde Ronaldo vom FPF mit einer 30-tägigen Sperre belegt, doch vor den Spielen gegen Dänemark und Norwegen in diesem Monat entschied er sich, die Nationalmannschaft zu verlassen. FPF-Präsident Pedro Proença versprach, Ronaldos Verdienste in Zukunft zu würdigen.
„Keine Ehrung wird jemals ausreichen, um ihm für alles zu danken, was er für den portugiesischen Fußball, für Portugal getan hat“, sagte Proença vor der Kaderbekanntgabe am Freitag.
„Wir werden alles tun, um das Vermächtnis zu ehren, das er uns hinterlässt. Alles, was er geleistet hat, verdient es, geehrt und gefeiert zu werden.“
Jesus hat sieben Änderungen an seinem Nations-League-Kader vorgenommen: Alberto Costa, António Silva, Matheus Fernandes, Carlos Forbs, Geovany Quenda, Rodrigo Mora und Gustavo Varela stehen allesamt in seinem 26-köpfigen Aufgebot.
Francisco Conceição fehlt wegen der Sperre von drei Spielen, die die UEFA nach seiner Roten Karte gegen Norwegen gegen ihn verhängt hat, während Paris-Saint-Germain-Außenverteidiger Nuno Mendes verletzt ausfällt. Auch Gonçalo Inácio ist nicht dabei.
Costa und Varela wurden erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, während Mora und Quenda ihr erstes Spiel für Portugal anstreben: Beide gehörten bereits unter Roberto Martínez zum Aufgebot, kamen aber nicht zu ihrem ersten Länderspieleinsatz.
Portugal weist in der Nations League eine makellose Bilanz auf: Die ersten vier Spiele wurden allesamt gewonnen, der Viertelfinalplatz ist damit bereits sicher. Für den Gruppensieg fehlt nur noch ein Punkt.
Am 14. November trifft die Mannschaft auf Dänemark, ehe drei Tage später die Reise ins Cardiff City Stadium zur von Craig Bellamy trainierten walisischen Auswahl ansteht.
Der komplette Portugal-Kader
Torhüter: Diogo Costa (Porto), Rui Silva (Sporting), Samuel Soares (Benfica)
Verteidiger: João Cancelo (Barcelona), Diogo Dalot (Manchester United), Alberto Costa (Porto), Rúben Dias (Manchester City), Renato Veiga (Villarreal), Tomás Araújo (Benfica), António Silva (Bournemouth), Nuno Tavares (Lazio)
Mittelfeldspieler: Rúben Neves (Al-Hilal), João Palhinha (Benfica), Matheus Fernandes (Tottenham), João Neves (Paris Saint-Germain), Vitinha (Paris Saint-Germain), Bruno Fernandes (Manchester United), Bernardo Silva (Real Madrid)
Stürmer: Pedro Neto (Chelsea), Rodrigo Mora (Roma), Francisco Trincão (Al-Ahli), Rafael Leão (Galatasaray), Geovany Quenda (Chelsea), Carlos Forbs (Club Brugge), João Félix (Al-Nassr), Gonçalo Ramos (Milan), Fábio Silva (Borussia Dortmund), Gustavo Varela (Monza).