Neville: „Manchester United sollte Carrick zu seinem eigenen Wohl entlassen“
Gary Neville ist überzeugt, dass Manchester United sich von Trainer Michael Carrick trennen sollte – manchmal müsse ein Trainer zu seinem eigenen Wohl gehen.
Gary Neville ist überzeugt, dass Manchester United sich von Trainer Michael Carrick trennen sollte, und vertritt die Ansicht, dass ein Trainer manchmal zu seinem eigenen Wohl entlassen werden muss.
Bei Manchester United, das in der Premier League auf Platz 16 liegt, wächst der Druck auf Michael Carrick von Tag zu Tag. Nach der 1:4-Niederlage gegen Como in der Champions League unterlagen die Red Devils in der Liga Bournemouth mit 0:3 und sind damit wettbewerbsübergreifend seit acht Spielen sieglos. Nach der Partie richtete sich der Unmut der Fans gegen die Spieler und die Vereinsführung, Carrick hingegen verließ den Platz unter Applaus.
Nach der Niederlage gegen Bournemouth war über eine Entlassung Carricks spekuliert worden, als mögliche Nachfolger wurden Namen wie Julian Nagelsmann, Antonio Conte und Eddie Howe gehandelt. Die Vereinsführung gab Carrick jedoch eine weitere Chance, das Ruder herumzureißen: Der Engländer soll die Mannschaft auch im Auswärtsspiel bei Chelsea am Samstag betreuen.
Neville zeigte sich überrascht von der Entscheidung, an Carrick festzuhalten, und verglich die Situation mit seiner kurzen Amtszeit als Trainer in Valencia vor rund 10 Jahren:
„Ich glaube, nach dem Bournemouth-Spiel wurde im Verein lange darüber diskutiert. Und als sie nicht weiterkamen, haben sie wohl gesagt: ‚Machen wir mit ihm weiter.‘ Hinter der Entscheidung, an Carrick festzuhalten, stecken fehlende Planung, ein Mangel an echten Alternativen und die Unfähigkeit, sich bei den verfügbaren Kandidaten klar festzulegen. Manchmal muss ein Trainer zu seinem eigenen Wohl entlassen werden. In Valencia hätte man mich auch entlassen müssen, und ich war froh, als sie mich aus dieser Lage befreit haben.“
Auch Chelsea sucht den Weg aus der Krise
Auch Chelsea, das nach der 0:2-Niederlage gegen Tottenham im Carabao Cup im Elfmeterschießen an Liverpool scheiterte, will wieder in die Erfolgsspur finden. In Anfield hatte Cody Gakpo den Strafstoßtreffer von Morgan Rogers per Elfmeter beantwortet, im Elfmeterschießen vergab Wesley Fofana, und Liverpool zog ins Viertelfinale ein.
Trotz des Ausscheidens sieht Rogers in der Partie in Anfield auch positive Erkenntnisse: „Das ist wohl die bitterste Art, ein Spiel zu verlieren. Es war eine ausgeglichene Partie, und phasenweise waren wir die bessere Mannschaft. Wir sind sehr gut in die zweite Halbzeit gestartet und hatten Chancen, in Führung zu gehen. Aber das Ergebnis ist enttäuschend.“